Travel

Eine kleine Reise – meine letzten Monate #3

Lange ist es her, dass ich hier etwas von mir hab hören lassen. Die Motivation war einfach nicht so recht da. Im neuen Jahr, möchte ich mich aber wieder ein wenig mehr dem Blog widmen. Einige Veränderungen einführen und hier einfach mehr Arbeit investieren. Ich habe mich in diesen Tagen nur auf mich und die Familie bezogen und einfach die freie Zeit genossen. Einen Post mit meiner Motivations Liste folgt aber vielleicht trotzdem noch, bzw. ist schon online gegangen.
Um aber zu Ende zu bringen, was ich im letzten Jahr begonnen habe, kommt hier der letzte Teil meiner Reise-Monate.

Weiter geht es in meinem kleinen Reisetagebuch. Dieses ist das letzte Kapitel aus der „Eine kleine Reise“ Reihe:

August

Ja im August war einiges los. Geburtstage, Kirmes (ich sage nur Winnie Pooh als Highlight), Festival und Urlaub, auch mein neues Iphone durfte bei mir einziehen.
Aber fangen wir doch einfach vorne an:

Summerbreeze – Festival

Anfang des Jahres war es nicht geplant aufs Summerbreeze Festival zu fahren. Zumindest für mich nicht. Denn ich hatte mich für Rock am Ring entschieden. Geld spielte eben doch eine kleine Rolle. Nachdem Ring allerdings, wortwörtlich, ins Wasser gefallen ist und ich etwas frustriert war, wollte ich wenigstens ein richtiges Festival in diesem Jahr haben. Summerbreeze stand auf einmal wieder auf dem Plan. Das gute: Campen direkt neben dem Auto, lange Laufwege samt drei Tonnen Gepäck blieben uns erspart. Summerbreeze war für meinen Geschmack ein reines Metallfestival und eine ganz neue Erfahrung. Gespannt aber auch skeptisch nahm ich die Herausforderung an. (Schon hier sei gesagt, von der Musik hatte ich bereits am ersten Abend die Nase voll, und mein Kreislauf hat mich wieder mal hängen lassen).
Dienstag.
Mit drei Mann quetschten wir uns in einen kleinen Ford Fiesta, mit dabei natürlich Gepäck für eine Woche für sogar vier Personen. Eng und kuschelig wars, aber kein Problem. Wir fuhren etwa 3-4 Stunden Richtung Dinkelsbühl, standen weder im Stau, noch hatten wir sonstige typische Festival Anreise Probleme. Zelt schleppen war ja nicht. Angekommen wurden wir von vielen Helfern an unseren Platz gelotzt, zu meinem Glück waren die Dixi’s direkt in unserer Nähe und auch die Waschstationen waren direkt gegenüber, keine 20 m entfernt. Erst betrachteten wir diesen Punkt etwas skeptisch, im nachhinein aber super praktisch. Wir packten aus, bauten alles auf und tranken erstmal ein kühles Bier. (Das Auto entwickelte sich zur perfekten Kühlanlage)
Der erste Abend verlief ruhig, wir unterhielten uns mit unseren Nachbarn, tranken zusammen ein zwei Bier. Allerdings war die Hitze und zu wenig Flüssigkeit mein größter Feind: hallo Kreislaufabsturz. Gegen 1 Uhr verzog ich mich ins Zelt, gegen drei Uhr hing ich für den Rest der Nacht mit dem Kopf aus dem Zelt. Ich liebe es ja, morgens aus dem Zelt zu stapfen, es ist immer so frisch und es herrscht einfach diese Festival Stimmung. Ich liebe es!

Dienstag und Mittwoch verliefen ruhig, denn die Bands starteten erst am Donnerstag. Ich gebe gerne zu, seitdem ist doch eine lange Zeit vergangen und alle Details sind nicht mehr so frisch. Mein Fehler. Das Wetter war eigentlich immer gut, bis auf zwei Abende. An diesen beiden Abenden schliefen Mr. Security und ich auch im Auto, aus Angst es könnte in der Nacht nochmal regnen und das Zelt würde davon schwimmen. Unsere Angst war völlig unbegründet. Das Zelt hat gehalten. Schon ganze der Festivals, inklusive Ring. Donnerstags spielten die ersten Bands, wir sahen uns die Blaskapelle an, es war super heiß. Das erste mal ging es auf das Gelände und ich war total überwältigt. Super viele Essstände, die mich fast um den Verstand brachten. Am letzten Tag haben wir uns Schwein vom Spieß im Brötchen gegönnt, es war unschlagbar gut!! Die Bühnen waren für mein Geschmack riesig, das Zelt genauso, nur etwas stickig und nicht für Leute mit Klaustrophobie geeignet. Mir wurde es da auch schnell zu eng und stickig. Freitag ging es weiter, ich war und bin solche Menschenmassen immer noch nicht gewöhnt, sodass ich in der Menge schnell… ängstlich ? wurde. Aber Mr. Security war ja da. Mein absolutes Highlight waren Sabaton, mit der größte Grund warum ich da war, Slayer und Blues Pills. Auch wenn Slayer nicht unbedingt mein Geschmack ist, fand ich es krass sie mal gesehen zu haben. Am Abend von Sabaton, zog es auf einmal zu. Genau wie bei Rock am Ring. Langsam kroch die Panik in mir hoch. Bitte Nicht! Der Auftritt von Airbourne ging nicht mehr lange, aber gemeinsam mit einer Freundin verließ ich vorzeitig das Gelände. Noch auf dem Weg zum Zelt, der nicht sonderlich lang war, krachte der Regen nur so auf uns herunter. Am China- Imbiss suchten wir Schutz, aber ich rettete noch unser Zelt vor den Wassermassen.

War dabei allerdings komplett nass. Die anderen kamen kurz darauf nach, allerdings verpassten wir dadurch den Anfang von Sabaton, was mich fast zum weinen brachte. Ich war ja so aufgeregt und die Show war mega! Aber auch die Nächte im Auto waren sehr angenehm, lediglich die Luft wurde irgendwann knapp. Die frische Luft morgens rettet einfach alles. Dann hieß es auch wieder Klopapier einpacken, verranzt los laufen und am Dixi anstellen. Spültoiletten waren derzeit außer Betrieb und alle waren verärgert. Auf den Dixis fanden sich mal wieder schöne Überraschungen wie Haufen-Pyramiden, wirklich!! Klobrillen mit ähm extras, wie man das so hinbekommt, keine Ahnung. Tolle Sprüche an den Wänden und all morgendliche Gespräche in der Schlange, ein Hauch von Körperpflege im Sinne von Wasser über den Kopf kippen und Creme fürs Gesicht. Hach, ich mag das ja echt sehr. (Aber nicht auf dauen!!)
Auch Samstags regnete es, den ganzen Abend. Der Auftritt von Steel Panther, ihr ahnt es bereits, endete in einem Porno. Etliche Frauen zogen Blank und gingen bis auf die Unterhose ausgezogen auf die Bühne und wackelten mit allem was sie hatten. Sogar eine 17-jährige zog blank und stand da oben, konnte ich nicht nachvollziehen. Die gierigen Blicke aller männlichen beteiligten fand ich auch egelisch, während alle anderen es lustig fanden. Etwas genervt ging es direkt weiter zu Blues Pills. Es regnete in Strömen und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr. Es war mir alles zu viel. Regen auf Festivals finde ich schnell anstrengend. Mr. Security bemerkte natürlich das etwas nicht stimmte und nahm mich gleich in den Arm. Wir gingen ins Zelt um uns etwas zu trocknen. Tja ein etwas trauriger letzter Abend, aber auch irgendwie grandios.

Sonntag. Am nächsten Morgen packten wir das gesamte Auto aus, verteilten alles auf der Wiese und sortierten alles wieder ordentlich ein. Eins zwei Sachen wurden ausgetauscht, jede Menge Pfand wurde eingesammelt und leider gab es auf dem gesamten Gelände unfassbar viele tote Mäuse. Das brach mir das Herz. Unter unserem Auto grub sich eine Maus eine Art Tunnel, in dem sie unseren Müll transportierte.
2 Super lustige Aktionen die allen bis heute im Kopf geblieben sind: Es gab genau eine Ravioli Dose. Meine. Ich sage Mr. Security extra, werfe sie weit genug weg! Wirft sie zwei meter neben das Auto. Der restliche Inhalte der Dose flog umher und traf unser gesamtes Auto. Es war von oben bis unten komplett voll mit Soße und Fleischstückchen und auch das weiße Auto auf der anderen Seite hat so ordentlich was abbekommen (nicht mal die Waschanlage hat das wieder abbekommen, wir durften ordentlich schrubben)

Eine zweite lustige Aktion, wir zogen die Heringe aus den Zelten. Einer war total krumm und nicht mehr zu gebrauchen. Ein Freund sagte, wer ihn einfach weg. Total unbedacht warf sie ihn hinter sich und traf mal wieder das weiße Auto. Sorry hier an dieser Stelle, war keine Absicht. Wir packten dann zusammen und fuhren nach Hause. Kein Stau, einfach ins Auto und weg. Okay ich gebe zu, hier kommt das einfach nicht so lustig rüber, aber in dem Moment war es einfach unschlagbar. Ihr habt sicher alle solche Erinnerungen und wisst wovon ich rede.

Es war so eine entspannte Woche, so eine tolle Erfahrung und es hat riesen Spaß gemacht. Wir haben insgesamt 19 Bands gesehen, was ich wirklich viel finde. Auf Rock am Ring war es gerade mal eine. Wie viele Bands ich einfach in diesem Jahr gesehen habe, krass! Übrigens habe ich Blues Pills auch nochmal in der Garage gesehen und es war richtig gut. Auch Sabaton werde ich im Februar nochmal sehen, Karten wurden heute gekauft. Summerbreeze hatte sich also richtig gelohnt und wir kommen sicherlich wieder.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s